Hoppla, eine Auffälligkeit in den US-Kinocharts! Die Unkundigen jubeln derzeit aus nicht nachvollziehbaren Gründen dem selbsternannten “Kino”-”Highlight” des Jahres (Transformers 2) entgegen und bemerken erneut nicht, wie schon dessen Vorgänger (Transformers 1) weder ein Highlight, noch überhaupt irgendwas mit Kino zutun haben könnte. Nun liebe Leser, schätzen Sie sich glücklich – besseren Wissens. Und die Tatsache, dass Sie hier gerade Lesen und dies hoffentlich auch noch für die folgenden Zeilen dieses Themas beibehalten werden, spricht doch deutlich dafür, dass eben benanntes besseres Wissen alsbald auch in Ihrem Kopf Einzug gehalten hat und Sie fortan das wahre Kino-Highlight – nicht vielleicht des Jahres, wohl aber des Sommers – kennen: “Hangover”. Nie gehört? Natürlich nicht! Die Darsteller? – stehen dem in nix nach: sie sind ebenso allesamt eher unbekannt und nur 30 Mio US-$ Produktionskosten? Wie kann sowas denn ein Hit werden, fragt man sich sicherlich auch in Hollywood. Doch dann rast eben dieser Film, kaum der Rede Wert, direkt auf Platz 1 der Kinocharts in den USA und spielt direkt nach dem Startwochenende mit knappen 45 Mio US-$ schonmal locker seine Kosten wieder ein und dies, obwohl der Verleih sich für das eher unökonomische R-Rating (in den USA bedeutet dies “Frei ab 17 Jahren”) entschieden hat und damit eine Unmenge potentieller Zielgruppen ausgeschlossen hat!! Gut, was können die vielen US-Amerikaner schon über die Qualität eines Filmes aussagen, mag der geneigte Leser von FilmDenken nun einwenden und er oder sie hat natürlich recht. Doch solch ein fulminanter Start eines Films, der drittbeste R-Rating-Start in den USA bislang, lässt dann doch irgendwie aufhorchen. Und es klingt gar nicht mal schlecht, es könnte tatsächlich solch ein ganz großes Ding werden, so ein Kultfilm vielleicht.
Bitte sehr:
Doug will also heiraten. Wie es sich gehört, wird kurz davor mit den besten Freunden nochmal kräftig die Sau rausgelassen, bevor 48 Stunden später der schönste Tag für den Bräutigam und seine Braut Tracy ansteht. Mit dabei bei der großen Party in Las Vegas sind neben Doug seine Freunde Phil, Stu und Alan – Dougs zukünftiger Schwager. Das große Besäufnis kann beginnen…der Film klinkt sich hier jedoch aus. Der Tag danach beginnt: Das Hotelzimmer ist zerstört, alle haben einen Kater, ein großer Kater, ähm ein Tiger, sitzt im Bad und niemand weiß, was in der letzten Nacht eigentlich passiert ist. Und noch viel schlimmer: niemand weiß, wo der Bräutigam eigentlich ist. Es folgt die Aufbereitung einer Nacht mit allerlei Skurrilitäten…
Wer dementsprechend im Sommer ohnehin noch nichts Besseres vor hat, sein Geld lieber nicht für “Transformers 2″ wegwerfen will, der sollte hier durchaus einen Blick riskieren, mir scheint der Buzz, den dieser Film erzeugt hat, durchaus angemessen zu sein und es darf Großartiges, vielleicht sogar Geniales, erwartet werden!
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[...] allzu langer Zeit hatte ich bereits auf die erste große Überraschung aus den USA hingewiesen: “The Hangover” machte zumindest was seine in kürzester Zeit generierten Umsätze an den Kinokassen anbelangte, [...]
2 Comments
Du hast Großartiges, vielleicht sogar Geniales erwartet! Nun würde mich interessieren ob du den Film schon erlebt hast, und ob es zumindest etwas Großartiges für dich war?
Hallo Nomak,
Urlaub war Schuld daran, dass ich den Film bis jetzt noch nicht gesehen habe. Schande sei mit mir!