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	<title>FilmDenken &#187; Fernsehen</title>
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		<title>Wer hat Lust zu denken? Vom bewussten Umgang mit Medien&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 14:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hätten möglicherweise weitaus weniger Probleme, wenn wir nur endlich mal anfangen würden, wieder das Gehirn beim Konsum von Medien einzuschalten. Zugegeben: Fernsehen und Zeitungen hätten damit natürlich umso größere Probleme, ist das Ansehen von RTL oder das Lesen der Bildzeitung bei bewusster gleichzeitiger Benutzung des Hirns und sämtlicher zur Verfügung stehender geistiger Fähigkeiten doch inzwischen eigentlich nicht mehr vorstellbar. Genau hierbei offenbart sich jedoch das Dilemma und die Sorge der Wenigen, die noch beherzt die Existenz ihres Kopfes zur Kenntnis genommen haben und diesen hier und da auch mal einzusetzen versuchen &#8211; sie haben ein schweres Leben. Denn die Medien haben ganze Arbeit geleistet, ihren Nutzern in all den Jahren beizubringen, jegliche geistige Aktivität nach Möglichkeit zu unterlassen &#8211; nur so kann man heute das Senden und Drucken von Informationen (die keine sind) dem Publikum gegen Geld auch noch verkaufen.</p>
<p>Da lese ich gerade wieder, in einer aktuellen Meldung von den enttäuschenden Zahlen von Google. Im ersten Quartal des Jahres 2011 hat Google nach Abzug aller Kosten und Steuern einen Gewinn (!!) von 1,6 Milliarden EUR gemacht, also 1600 Millionen EUR!! Dies bedeutet zugleich eine Steigerung zum Vorjahresquartal von 18 Prozent. Google verdient in nur drei Monaten 1600 Millionen EUR, Geld das übrig ist, schließlich reden wir von Gewinn. Doch die Analysten sind enttäuscht, die BWL-Juppies haben mit mehr gerechnet. Diese Meldung, nicht vom Gewinn, sondern von den enttäuschten Analysten, geht um den Globus und die Aktie des Konzerns sinkt. Vielleicht bin ich auch zu altmodisch, zu romantisch, ich verstehe einen Gewinn, noch dazu einen derart großen als eine äußerst erfreuliche Nachricht. Die Medien käuen dagegen das jämmerliche, realitätsferne Geblabber der 21-jährigen Schnösel an den Börsen nach und Google kommt, nicht dramatisch aber trotzdem, unter die Räder. Es ist also nicht gut für Google, so schlechte Geschäfte zu machen. Und der Medienkonsument nimmt alles mit seiner ihm angelernten Fähigkeit zur Teilnahmslosigkeit so hin und frisst noch ein paar Chips.</p>
<p>Google ist zu weit weg &#8211; mag sein, aber jeder sollte doch mal versuchen, die Nachrichten, die jeden Tag so im Fernsehen und in den großen Schlagzeilen zu lesen sind, kurz zu überdenken. Nicht bloß zuhören, auch mal ganz kurz, vielleicht schon direkt nach der Überschrift das eben Wahrgenommene zu hinterfragen, überlegen, was dieser <em>eine</em> Satz inhaltlich gerade aussagt. Vor Jahren gab es eine neue EU-Vorgabe für den Bau von Autos mit verringertem CO2-Ausstoß. Kurz darauf trat der Pressesprecher der Automobilindustrie Deutschlands vor die Kameras und sagte, wenn diese Pläne umgesetzt werden, kostet das die Autoindustrie 65000 Arbeitsplätze. Mutti und Vati gucken es auf RTL Aktuell und sagen: Blöde EU, die machen uns kaputt, sowas wollen wir nicht. Sollten sie sich nicht vielmehr fragen, was das Bauen von umweltfreundlichen Autos mit Arbeitsplätzen zu tun hat. Vielleicht, so vermutet es in diesem Zusammenhang Volker Pispers, will der Deutsche solche Autos nicht kaufen, getreu dem Motto: &#8220;Also wenn da hinten kein Dreck mehr raus kommt, dann fahr´ ich nicht mehr.&#8221;</p>
<p>Es sei an dieser Stelle eindringlichst jedem, der es bislang noch nicht getan hat, das Programm &#8220;Bis neulich&#8221; von Volker Pispers, dem letzten Grund zur Hoffnung in diesem Land, ans Herz gelegt. Lustig ists, wenn er unsere Kultur beobachtet und humorvoll zusammenfasst, in was für einer deformierten und degenerierten Gesellschaft wir eigentlich leben. Er erklärt die Dinge so, dass auch diejenigen, die schon nicht mehr denken können, denen Politik zu hoch ist und daher alles glauben und so hinnehmen, was im Fernsehen darüber erzählt wird, sie verstehen können. Und letztlich, dies ist insbesondere für einen erwachsenen Umgang mit Medien von Interesse, sind die Themen auch stets reflexive Betrachtungen der Methodik der Massenmedien. Ein Abend mit RTL Aktuell und dem stets betroffen und übertrieben ernst guckenden Anchor Peter Klöppel könnte dann plötzlich wieder sehr unterhaltsam und heiter sein. Wer insbesondere die RTL Abendnachrichten in einem gesunden und bewussten Zustand ansieht, braucht eigentlich keinen Volker Pispers mehr, Nachrichten auf RTL sind schon Kabarett genug. Bis wir alle jedoch soweit sind &#8211; und ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn scheinbar werden es immer mehr die der Stimme unseres Landes, Volker Pispers, folgen (Auftritte von ihm sind bereits teilweise bis November 2011 ausverkauft), sollten wir uns die Zeit nehmen, Privatfernsehen zu meiden und lieber Pispers gucken. Wer es schafft, Karten zu bekommen, soll seine Chance nutzen. Alle anderen sind auf 3sat gut beraten oder besorgen sich umgehend die DVD &#8220;Bis neulich&#8221; im gut sortierten Fachgeschäft. Zur Überbrückung gibts ein paar Ausschnitte zum hungrig werden gleich hier. In jedem dieser Beiträge kommt die Sinnlosigkeit unserer Gesellschaft zum Ausdruck, so sinnlos, das man schon wieder darüber lachen kann &#8211; wäre da nicht das Unbehagen, dass dies genau die Probleme sind, die uns Deutsche so beschäftigen und/oder maßgeblich unser Leben bestimmen. Und neben all diesen Problemchen wird zugleich auch deutlich, wie wir all dies &#8211; wie schon gesagt &#8211; widerspruchslos und ohne jegliche Kritik über die Massenmedien absorbieren und vergleichbar mit religiösen Leitmotiven verinnerlichen. Wo leben wir denn eigentlich&#8230;</p>
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		<title>&#8220;Undercover Boss&#8221; &#8211; Deutschland auf dem Weg nach ganz unten</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 10:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Derjenige in diesem Land, der noch fähig ist selbst zu denken, insbesondere aber auch beim Gebrauch von Medien aller Art, sei es im Kino, beim Zeitung lesen oder eben beim Fernsehen, durchaus gewillt und fähig ist mitzudenken, macht sowieso einen großen Bogen um Privatsender, allen voran RTL. Dennoch entgeht es auch diesem besorgten Blick all jener Normaldenkenden nicht, dass RTL jedes Jahr aufs Neue, wenn man meint, schlimmer und dümmlicher geht es nicht mehr, noch einen drauf &#8211; oder sagen wir aus Niveausicht besser drunter &#8211; setzt. Die Verdummung der Massen schreitet unaufhörlich voran und erreicht in diesem Jahr, zugegeben recht frühzeitig, mit der neuen Dokusoap &#8220;Undercover Boss&#8221; einen neuerlichen Tiefpunkt deutscher Fernsehunterhaltung &#8211; so schwer die Verwendung des Begriffs &#8220;Unterhaltung&#8221; an dieser Stelle auch fällt.</p>
<p>Der Chef eines großen Unternehmens, der mit der täglichen Arbeit, die an der Basis seiner Firma verrichtet wird, ungefähr noch soviel zutun hat, wie RTL an der Erzeugung von qualitativ ansprechenden Formaten, begibt sich eben undercover an die Basis um dort selbst aktiv zu werden. Es gehe hierbei natürlich nicht darum, die eigenen Mitarbeiter auszuspionieren &#8211; dies würde dank dieses Formats ja sowieso nicht klappen, denn eine derartige Vorstellung ist schlichtweg paradox und offenbart zugleich das sinn- und zweckfreie Konzept dieser Sendung (aber dazu gleich mehr). Es geht vielmehr darum, das der Chef einen Eindruck darüber gewinnen will, ob und wie die Entscheidungen, die er im kleinen Kreis am Schreibtisch trifft, überhaupt noch umgesetzt werden können. Aha!</p>
<p>Der Plan von RTL ist dabei umso leichter zu durchschauen: Die Wahl der Unternehmen, in denen der Boss undercover als Arbeitsloser einsteigt, der sich bei seiner Jobsuche von einem Fernsehteam filmen lässt (so die Erklärung, die die Mitarbeiter bekommen), macht dies bereits überdeutlich. Da sah man den Chef der Best Western Hotelkette beim Zimmer &#8211; insbesondere beim Klo putzen. Man war zu Gast bei Adco, dem Hersteller und Vermieter von Dixie-Toiletten &#8211; und wieder durfte der Chef anderer Leute Mist wegputzen. Es geht also in erster Linie um Schadenfreude. Und Dumm-Dumm-Deutschland schaut massenweise zu und träumt jeden Montag abend davon, wie erfüllend es doch wäre, wenn der eigene Chef mal die Scheisse anderer Leute wegmachen müsste. Die Bosse der Unternehmen machen dies natürlich &#8211; mehr oder weniger &#8211; gern mit. Denn der prominente Sendeplatz am Montag abend, direkt nach Quotenzugpferd &#8220;Wer wird Millionär?&#8221; um 21.15 Uhr &#8211; also genau dann, wenn RTL bereits mehrere Millionen Menschen sämtlicher Unterschichten und Unter-Unterschichten bei sich versammeln kann, bietet dem netten, smarten Firmenboss doch die beste und noch dazu völlig kostenfreie Gelegenheit, 60 Minuten lang eine Dauerwerbesendung zu Imagezwecken zu präsentieren.</p>
<p>Paradox ist die gesamte Sendung allein schon deshalb, weil der Chef selbst natürlich niemals von eventuellen Problemen, da unten an der Basis, auf diese Weise etwas mitbekommen wird. Jeder Erstsemesterstudent der Medienwissenschaften weiß doch, dass Menschen sich anders verhalten in Anwesenheit einer Kamera. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben. Schon allein deshalb ist ja auch &#8220;Big Brother&#8221; kein Reality-Format, sondern ein fiktives. Gezeigt wird nicht die Realtität, das Zusammenwohnen von Menschen, sondern gezeigt wird die Realität in der bewussten Anwesenheit der Fernsehkameras. Wer würde sich also in &#8220;Undercover Boss&#8221; dazu hinreißen lassen, vor laufenden Kameras in irgendeiner Art und Weise abwerten vom eigenen Job oder dem Unternehmen zu reden. Selbst wenn man nicht weiß, dass der Boss doch eigentlich direkt daneben steht, wenn man gefilmt wird, so muss man doch davon ausgehen, dass der Boss zumindest am Montag abend zusehen könnte. Wirkliche Basis-Probleme, die die guten Samariter-Manager doch so gern in Erfahrung bringen würden durch ihren selbstlosen Einsatz, lassen sich in dieser Fernsehshow also nicht klären. RTL kann dies nicht wissen. Man benutzt zwar das Medium Fernsehen, weiß aber um dessen mediale Eigenschaften überhaupt nichts. Diese Rolle ist vergleichbar mit jemandem, der intensiv die Konstruktion und den Aufbau eines Flugzeugs studiert. Man hat dann zwar eine sehr genaue Kenntnis darüber, wie ein Flugzeug funktioniert, fliegen kann man es deshalb aber unter gar keinen Umständen.</p>
<p>Abschließend bleibt wieder einmal die Frage, wann RTL bereit ist, sich selbst unter die Lupe zu nehmen. Dies ist schließlich nicht das erste Format dieser Art, dass Unternehmen in Deutschland auf den Zahn zu fühlen versucht. Man denke nur an &#8220;Extra&#8221; mit Birgit Schrowange. Woche für Woche ging es da in erster Linie darum, die Qualität deutscher, zumeist handwerklicher Unternehmen, mit versteckter Kamera zu denunzieren. Schrowange nahm dem geistig entmündigten Publikum vorab schon die Entscheidung zur Schadenfreude ab, da sie selbst diese Schadenfreude schon in den Ankündigungen der nächsten Beiträge überdeutlich zur Schau brachte: &#8220;Dreist, so zocken Fernsehmechaniker sie bei der Reparatur ihres kaputten Fernsehers ab&#8221;; &#8220;Unglaublich, so wird das Gewicht ihres Frischfleischs am Supermarkt mit Wasser aufgepumpt&#8221;. Wie wäre denn mal eine &#8220;Extra&#8221;-Sendung über RTL: &#8220;Wahnsinn, so verblödet RTL seine Zuschauer&#8221;; &#8220;Skandal: DSDS-Werbebeiträge landen als journalistisch wertvolle Einspieler in den Hauptnachrichten des Kölner Privatsenders&#8221;? Wann geht Anke Schäferkordt mal undercover in ihr eigenes Unternehmen und lernt die Leute kennen, die sich diese und andere dümmliche Formate Tag für Tag ausdenken?</p>
<p>Und wann wacht Deutschland endlich mal auf und beginnt, seine Zeit wieder sinnvoller zu nutzen und nicht widerspruchslos jeden Dreck von RTL zum Erfolg zu machen? Es kann doch wahrlich keine Erfüllung nach einem anstrengenden Arbeitstag sein, von RTL eingeladen zu werden zum kollektiven Hirn ausschalten&#8230;Wo soll das alles noch hinführen?</p>
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		<title>&#8220;Flash Forward&#8221; &#8211; Für ein Leben nach &#8220;Lost&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ABC strahlt aktuell die definitiv letzte Staffel der Serie &#8220;Lost&#8221; aus, welche weltweit für einiges Aufsehen und Interesse sorgte. Nicht umsonst gibt es ein eigenes Lostpedia-Lexikon, welches in unzähligen Sprachen verfügbar ist und eine leise Vorahnung davon gibt, welch enormes Interesse diese Serie generiert hat. Aber leider, dass dürfte einer Serie wie Lost, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ABC strahlt aktuell die definitiv letzte Staffel der Serie &#8220;Lost&#8221; aus, welche weltweit für einiges Aufsehen und Interesse sorgte. Nicht umsonst gibt es ein eigenes <a href="http://lostpedia.wikia.com/wiki/Main_Page">Lostpedia-Lexikon</a>, welches in unzähligen Sprachen verfügbar ist und eine leise Vorahnung davon gibt, welch enormes Interesse diese Serie generiert hat. Aber leider, dass dürfte einer Serie wie Lost, die sich nur allzu ausführlich mit philosophischen Fragen der Zeit befasst, auch klar sein, ist irgendwann auch mal das Ende nah. Und dieses Ende ist nun eben nach 6 Staffeln erreicht, wenngleich das Ende nur auf den Anfang verweist und &#8220;Lost&#8221; ohnehin stets deutlich gemacht hat, dass diese Serie wieder und wieder angesehen werden möchte um daher, in der Wiederholung stets das Neue sichtbar werden zu lassen.</p>
<p>Der US-Haussender &#8211; ABC &#8211; will sich aber verständlicherweise nicht auf Ruhm, Geld und Ansehen, welches Lost eingebracht hat, ausruhen, und schickt, noch während der letzten Lost-Staffel schon die nächste Mystery-Serie ins Rennen, welche seit dieser Woche, auf ProSieben natürlich, auch hierzulande zu sehen ist. Die Rede ist von &#8220;Flash Forward&#8221;. Zugegeben, qualitativ kann die Serie derzeit, insbesondere was Charaktere und Dialoge anbelangt, noch nicht mit &#8220;Lost&#8221; mithalten, möglicherweise entwickelt sich dies aber noch. Immerhin stehen mit Brannon Braga, dem Produzenten der Echtzeitthriller-Serie &#8220;24&#8243; und David S. Goyer, dem Writer von &#8220;The Dark Knight&#8221;, &#8220;Batman Begins&#8221; oder dem schon etwas älteren, aber sehr sehenswerten &#8220;Dark City&#8221;, zwei durchaus namenhafte, etablierte Größen hinter dem Projekt aus den ABC-Studio-Productions. Und für wahre &#8220;Lost&#8221;-Fans gibts mit Sonya Walger (Penny Widmore) immerhin ein bekanntes Gesicht von der Insel zu sehen.</p>
<p>Der Plot ist relativ schnell erläutert. Überall auf der Welt erleiden die Menschen am 8. Oktober 2009 um 11 Uhr Ortszeit (Los Angeles) einen Blackout, welcher exakt 137 Sekunden andauert. Sie fallen dabei jedoch nicht einfach nur in Ohnmacht, sondern erleben in eben jenen 137 Sekunden die Zukunft &#8211; genau genommen den 29. April 2010. Im Mittelpunkt der Handlung steht dabei ein FBI-Büro in L.A., welches die Hintergründe und Ursachen dieses Blackouts herausfinden möchte. Schon bald glaubt man dabei nicht mehr einfach nur ein ein unerklärliches, aber natürliches Phänomen, sondern vermutet eine geplante Tat hinter dem Blackout.</p>
<p>Überaus positiv fällt auf, dass die Serie gleich von Beginn an konsequent eine düstere und beängstigende Atmosphäre aufbaut. Der Blick in die Zukunft ist nicht, wie so oft, Ursprung für Glück, Erfolg und Ruhm. Es geht nicht darum, Lottozahlen und Aktienkurse aus der Zukunft zu kennen und daher reich zu werden. Es geht nicht darum, zukünftige Verbrechen zu vereiteln. Stattdessen regiert das Chaos. Die Welt ist im Ausnahmezustand. Dutzende Tote sind zu beklagen, da Flugzeuge unkontrolliert während des Blackouts abstürzten oder der Strassenverkehr massenhaft zum Erliegen kam und weitere Opfer zu beklagen hat. Schnelle Hilfe und Rettung ist nicht zu erwarten, da jeder &#8211; auch die Polizei, die Feuerwehr und sämtliche Ärzte in den Krankenhäuser mit sich selbst und den Problemen vor Ort schon genug zu tun haben. Und schon bald stellen sich mehr und mehr Menschen die Frage, was man eigentlich nun davon hat, die Zukunft, zumindest diesen einen Tag am 29. April 2010 schon zu kennen. Fluch oder Segen? Während der eine Mann erfährt, dass seine in Afghanistan gefallene Tochter tatsächlich noch am Leben zu sein scheint, muss ein Anderer mit ansehen, wie seine Ehe zugrunde geht. Während der eine sich wünscht, dass seine Sicht in die Zukunft unbedingt in Erfüllung gehen sollte, will der Andere seine Zukunft in jedem Falle ändern.</p>
<p>Wenn man sich, wie hier, derart mit dem Phänomen der Zeit auseinandersetzt, muss man zwangsläufig in Paradoxien landen. Dies ist aber, vergleichbar zu &#8220;Lost&#8221;, die eigentliche Stärke der Serie, welche seine Zuschauer permanent zum Mitdenken animiert und nicht nur unterhalten will. Der FBI-Agent Mark Benford sieht in der Zukunft, wie der Blackout von ihm untersucht wird. Daraufhin beginnt er, angetrieben durch seinen Vorgesetzen, die Ermittlungen schon jetzt, am 8. Oktober aufzunehmen. Gibt es die Ermittlungen also nur, weil er gesehen hat, dass er eben jene Ermittlungen in der Zukunft leiten wird? Aus dieser Schleife gibt es kein logisches Entkommen! Stück für Stück beginnt er, und mit ihm wir, das Mosaik aus verschiedenen Zukunftsvisionen von so vielen Menschen wie nur möglich, zusammenzusetzen.</p>
<p>Als geübter &#8220;Lost&#8221;-Zuschauer gibt es dabei natürlich allerhand zu entdecken. Gleich die erste Episode enthält augenzwinkernde Verweise auf &#8220;Lost&#8221;: In einer Szene observiert Mark mit seinem Kollegen ein paar Verdächtige. Im Hintergrund erkennt man eine Reklametafel für die Airline &#8220;Oceanic&#8221;, jene Fluglinie,die uns seit sechs Jahren mit &#8220;Lost&#8221; begleitet.<br />
<a href="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/ff_01.jpg"><img src="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/ff_01-300x170.jpg" alt="" title="ff_01" width="300" height="170" class="alignnone size-medium wp-image-149" /></a><br />
(Bild anklicken zum Vergrößern)</p>
<p>An anderer Stelle läuft Mark durch die Strassen von L.A., bei genauem Hinsehen erkennt man im Hintergrund einen Bus, welcher für &#8220;Lost&#8221; wirbt. Zumindest sind die beiden sichtbaren Buchstaben &#8220;s&#8221; und &#8220;t&#8221; nicht zu verkennen.<a href="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/lost.jpg"><img src="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/lost-300x168.jpg" alt="" title="lost" width="300" height="168" class="alignnone size-medium wp-image-151" /></a><br />
(Bild anklicken zum Vergrößern)</p>
<p>Auch fernab solcher &#8220;Insider-Gags&#8221; darf man wachsam bleiben, ganz so, wie man es bei &#8220;Lost&#8221; gelernt hat: Verweise auf die Zeit sind allgegenwärtig. So ist unverkennbar das Wort &#8220;timeless&#8221; auf der Zeitung, die Mark während einer Observierung liest, ins Bild gesetzt.<br />
<a href="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/timeless.jpg"><img src="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/timeless-300x168.jpg" alt="" title="timeless" width="300" height="168" class="alignnone size-medium wp-image-152" /></a><br />
(Bild anklicken zum Vergrößern)</p>
<p>An anderer Stelle erkennt man in Hintergrund, dass in einem Theater aktuell &#8220;The Tale Of Attaf&#8221; gespielt wird, ein Kapitel aus &#8220;One Thousand and One Nights&#8221;. Das Kapitel handelt von einer &#8220;self-fulfilling prophecy&#8221;. Ohne jeden Zweifel wird hier schon eine Aussage zur gesamten Thematik innerhalb von &#8220;Flash Forward&#8221; getroffen.<br />
<a href="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/attaf.jpg"><img src="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2010/03/attaf-300x168.jpg" alt="" title="attaf" width="300" height="168" class="alignnone size-medium wp-image-150" /></a><br />
(Bild anklicken zum Vergrößern)</p>
<p>Die Zukunft wird als Erinnerung wahrgenommen. Man erinnert sich an Etwas, was erst noch passieren wird, behandelt das Gesehene aber zunehmend auch schon als etwas Vergangenes, das nun Reaktionen in der Gegenwart zeitigt, die doch ihrem Grunde nach irrational sind, da niemand wirklich sicher sagen kann, ob der 29. April tatsächlich so ablaufen wird, es sei denn, man verhält sich nun genau danach. Ereignet sich die Zukunft am 29. April also tatsächlich so, weil dies ohnehin der Lauf der Dinge gewesen wäre, oder ereignet sich jener Tag so, da er vorab in einer Prophezeihung auf diese spezifische Weise &#8220;erlebt&#8221; wurde? Mark verhilft letztlich der Vision dazu, real zu werden. Denn er startet jetzt jene Ermittlungen, welche er gemäß seiner Vision sechs Monate später führen wird. Ohne die Vision hätte er die Ermittlungen am 8. Oktober 2009 nicht aufgenommen und sie wären vielleicht nie aufgenommen worden &#8211; self-fulfilling prophecy.</p>
<p>Immerhin darf man nun, nach dem baldigen Ende von &#8220;Lost&#8221; froh sein, einen offenbar würdigen Ersatz von ABC bekommen zu haben &#8211; eine Serie nämlich, die unser Mitdenken voraussetzt, statt es, wie beispielsweise bei &#8220;Alarm für Cobra 11&#8243; wissentlich und vorsätzlich auszuschalten &#8211; oder um in der Sprache der Bilder zu bleiben, wegzusprengen. Übrigens: Das <a href="http://flashforward.wikia.com/wiki/FlashForward_Wiki">FlashForward-Wiki </a>hat seine Arbeit natürlich schon aufgenommen. Aber Vorsicht: Hier besteht akute Spoiler-Gefahr!</p>
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		<title>Vorsicht vor HD+ und CI+</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus aktuellem Anlass soll an dieser Stelle ein Hinweis auf aktuelle Pläne zum Start der hochauflösenden Fernsehprogramme der privaten Sender der RTL-Gruppe, sowie der Pro7Sat1-Media Ag erfolgen. Pro7 und Sat.1 waren vor einiger Zeit bereits auch hochauflösend über den Satellit Astra zu empfangen. Mangels entsprechender Verbreitung von HD-fähigen Endgeräten auf Konsumentenseite, wurden die Programme inzwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus aktuellem Anlass soll an dieser Stelle ein Hinweis auf aktuelle Pläne zum Start der hochauflösenden Fernsehprogramme der privaten Sender der RTL-Gruppe, sowie der Pro7Sat1-Media Ag erfolgen. Pro7 und Sat.1 waren vor einiger Zeit bereits auch hochauflösend über den Satellit Astra zu empfangen. Mangels entsprechender Verbreitung von HD-fähigen Endgeräten auf Konsumentenseite, wurden die Programme inzwischen jedoch wieder abgeschaltet.</p>
<p>In diesem Jahr sieht dies schon etwas anders aus: Sky hat nach dem Relaunch des ehemaligen Premiere-Angebots derzeit schon sieben HD-Kanäle in seinem Angebot. Und ARD und ZDF sind zur Leichtathletik-WM und aktuell während der IFA mit ihren Hauptprogrammen &#8220;Das Erste HD&#8221;, &#8220;ZDF HD&#8221; und &#8220;EinsFestival HD&#8221; und strahlen jede Menge natives HD-Material aus. Zudem ist arteHD bereits seit längerem im Regelbetrieb. Erwähnt wird dies hier auch, da man so inzwischen auch frei empfangbar Filme in hochauflösender Qualität sehen kann. So lief vor kurzem Woody Allens &#8220;Scoop&#8221; in HD auf dem ZDF, heute abend kann man &#8220;Zusammen ist man weniger allein&#8221; auf &#8220;EinsFestival HD&#8221; bestaunen.</p>
<p>Der Markt hat offenbar an Fahrt aufgenommen, und so passte es gut, dass auch RTL überraschend angekündigt hatte, noch im Herbst im neuen Standard senden zu wollen. Der Preis ist jedoch hoch, den es dafür zu zahlen gilt &#8211; so wird der Endnutzer, die Zuschauer also, dafür zur Kasse gebeten. Kurz nach der Ankündigung von RTL folgte auch das Signal aus Unterföhring, Pro7 und Sat.1 ab dem kommenden Jahr wieder in HD ausstrahlen zu wollen. Während dies bei ARD und ZDF kein Problem darstellt, da man auf der inzwischen recht gut verbreiteten HD-Technik der Konsumenten empfangen werden kann, entscheiden sich die Privaten für den Faustschlag mitten ins Gesicht derjenigen, die zuletzt die einzig treibende Kraft in dem ansonsten von Industrie und TV-Anbietern gegenseitig blockierten HD-Markt waren. Man setzt mit HD+ und der dahinter stehenden Verschlüsselungstechnik CI+ auf ein völlig neues Verfahren, was vom Großteil der aktuell in deutschen Haushalten befindlichen HD-Technik nicht unterstützt wird. Die gerade erst angeschaffte Technik müsste im Zweifelsfall durch die neue CI+-taugliche Technik ersetzt werden.</p>
<p>Dies allein ist hier jedoch noch nicht mal das Schlimmste. Viel schwerer wiegen die gravierenden Veränderungen, die damit in der deutschen Fernsehlandschaft einher gehen würden. Die Privaten wollen ihr hochauflösenden Signal fortan verschlüsseln und nur noch gegen ein, wenn auch nur geringes, monatliches Entgelt verkaufen. Auch wenn man es bei RTL und Co. nicht gern so nennen möchte, aber aus Free-TV wird dann zweifelsohne Pay-TV. Ähnliches wurde schon mit der inzwischen gescheiterten Plattform Entavio versucht, mangels Kundeninteresse wurde dieses Projekt aber inzwischen eingestellt. Dies mag dabei dazu ermutigen, einen Boykott von den Konsumenten ausgehend auch dieses Mal zu unterstützen. Denn mit jedem verkauften HD+/CI+-Receiver steigen die Chancen auf den Erfolg des neuen Systems. Dabei gibt es jedoch noch weitaus mehr Gründe, warum die neue Plattform abgelehnt werden sollte, als die Zahlungsforderungen der privaten Sender.</p>
<p>CI+ bedeutet einen massiven Einschnitt in den bisher etablierten, digitalen Luxus, den man sich mit der neuen Fernseh- und Receiverwelt eröffnet hat. Wer einen Receiver mit einer Festplatte zu Aufnahmezwecken besitzt, der nach den Regeln von CI+ betrieben wird, hat alsbald keine Besitzansprüche mehr an seine, ihm rechtlich zugestandenen Privataufnahmen von Fernsehprogrammen. Die Sender können entscheiden, ob die Werbepausen in einem aufgezeichneten Film noch überspult werden dürfen. Und RTL und Pro7Sat1 haben schon angekündigt, davon gern auch Gebrauch zu machen. Stichwort &#8220;TimeShift&#8221;: Bislang das gern angeprießene Feature neuer Receiver, könnte alsbald so nutzlos werden, wie eine leere Batterie. CI+ macht es möglich Timeshift für bestimmte Sendungen ganz zu verbieten, oder aber nur für eine gewisse Aufnahmezeit zuzulassen. Die Aufnahmen selbst sind zudem keine sichere Kopie für die Ewigkeit mehr. RTL und Co. können dann entscheiden, wie lange die Aufnahme eines Films genutzt werden kann, bspw. nur 48 Stunden, oder aber wie oft man sich den Film ansehen kann, bevor er automatisch wieder gelöscht wird. Schöne Neue Welt.</p>
<p>Nachdem nun heute morgen im ARD Morgenmagazin einmal mehr ein völlig uninformierter &#8220;Experte&#8221; zu HD+ geraten hat, ist es an der Zeit, so präzise und ausführlich über die mehrheitlich überwiegenden Nachteile von HD+ zu informieren. Denn nicht nur im Fernsehen, auch in den etablierten Großmärkten wird der Lobbyismus alsbald um sich greifen, und man wird nachplaudern, was die Industrie, die Sender und Astra gern über HD+ verbreitet wissen wollen. Der unwissende Kunde, der einfach nur gern hochauflösendes Fernsehen haben möchte, könnte so ungewollt zum unfreiwilligen Unterstützer eines Standards werden, der aus Konsumentensicht keineswegs so gewollt sein kann.</p>
<p>Das Argument, dass die Privaten schließlich ihren Werbekunden auch zukünftig ein attraktives Umfeld bieten müssten und daher das Ansehen der Werbung auf diese Weise garantiert werden könnte, ist dabei schnell zu entkräften. Denn wenn der Konsument, so wie jüngst erst bei Entavio deutlich macht, dass er an diesem Standard kein Interesse hat, dann werden die Privaten bald feststellen müssen, dass es auch der Werbeindustrie nichts nützt, wenn deren Werbung zwar nicht mehr weggespult werden kann, jedoch keine Konsumenten mehr da sind, die die privaten Sender überhaupt empfangen. Es liegt in den Händen des Zuschauers, RTL zu verdeutlichen, dass man sich mit seinem Programm, sollte es verschlüsselt und unter diesen Bedingungen ausgestrahlt werden, bald von seinen 16 % Marktanteil verabschieden kann.</p>
<p>Der folgende Beitrag aus der ZDF Sendung WISO zeigt noch einmal auf, wieso es unbedingt notwendig ist, diesem Zwang der Industrie entschieden durch Nicht-Kauf entgegen zu treten. Das hochauflösende Fernsehen in Deutschland wird darunter nicht leiden, sondern sogar noch gefördert werden.<br />
<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nSIm7aUYI_8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nSIm7aUYI_8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		<title>Transformers 2 &#8211; Die Rache. Ein Annäherungsversuch</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 11:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Michael Bay ist seit Jahren schon ein Garant für Filme, in denen die Handlung eher nebensächlich ist, Mitdenken durch den Zuschauer bewusst unerwünscht ist und die vor allen Dingen laut sind: &#8220;bang, bang, buff&#8221; sind vielleicht die besten Wörter, die man finden kann, um das Kino des Michael Bay zu beschreiben. Mit Transformers, Teil 1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Michael Bay ist seit Jahren schon ein Garant für Filme, in denen die Handlung eher nebensächlich ist, Mitdenken durch den Zuschauer bewusst unerwünscht ist und die vor allen Dingen laut sind: &#8220;bang, bang, buff&#8221; sind vielleicht die besten Wörter, die man finden kann, um das Kino des Michael Bay zu beschreiben. Mit Transformers, Teil 1 und erst Recht Teil 2, hat Bay nun das Kino von Grund auf revolutioniert, eine wahre Wende vollzogen. Fraglich bleibt nur, ob der Zustand seines neuen, revolutionierten Kinos nun besser ist, oder gar durch den Konsumenten erwünscht war. Schaut man sich das Ergebnis in Form zweier unglaublich langer und ebenso unglaublich leerer Computeranimationen an, dann ist die Antwort klar.</p>
<p>Einstmals war es so, dass ein Film Ursprung für neue Einnahmequellen war. Längst verdient die Filmwelt nicht mehr nur an den Kinokassen, sondern auch anderswo, z.B. im Spielzeugladen. George Lucas hat es mit seinem StarWars-Merchandising-Universum ja vorgemacht. Und auch Walt Disney, zuletzt mit &#8220;Cars&#8221; im Kino, wie auch in den weltweiten Kinderzimmern ungeheuer erfolgreich, zeigt eindrucksvoll, wie ein Film manchmal auch zu Spielzeug werden will. Bay dreht den Spiess um, bei ihm wird Spielzeug zu Film, nichts anderes ist Transformers und allein diese Skurrilität muss man sich nur mal kurz durch den Kopf gehen lassen: Man verfilmt ein Kinderspielzeug aus den 80er Jahren; keine Geschichte, keine Buchvorlage, keine Filmvorlage &#8211; überhaupt keine Vorlage, ausser eben ein Ding aus dem Kinderzimmer von damals. Dieses Manko, eben nur ein Ding zu sein, merkt man dem Film in jeder Sekunde an, der plötzlich auch nichts weiter zu sein scheint als ein Ding, es läuft zwar im Kino, man kann es auf der großen Leinwand sehen, aber es ist kein Film!</p>
<p>Blech, Blech und dazu jede Menge Blech, dass sich ständig verformt, umformt, zerformt und dann wieder neu formt, ohne dass der Betrachter, ob der Hektik in all der Formerei auch irgendwas Konkretes erfassen könnte. Was auch? All das Blech, die gigantischen, in den Himmel wachsenden Blechberge, verdecken jede Sicht auf irgendwas. Der wenig hinterfragende, unkritische Betrachter übersieht bei all dem Blech dann auch noch, dass die Bilder an sich völlig leer sind. Eine Computeranimation frei von Sinn, Handlung, Logik und Hirn. Blech für die Müllhalde nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Eine weitere Wende vollzieht Bay eindrucksvoll: Das Verschwinden des Menschen. Es gab zu meiner Zeit Filme, die kamen ohne Computer aus. Hier war die Kulisse gefragt, all das glaubhaft zu vermitteln, was heute mit dem Computer eher schlecht als recht ins Bild gerechnet wird. Die Kulisse unterstützte den Menschen in seinen Handlungen im Film, gab dem Film sein je spezifisches Aussehen und, wenn sie gut gemacht war, natürlich seine Schönheit und seinen Charme. Was ist aber bei Bay die Kulisse, wo doch Alles aus dem Computer zu stammen scheint? Der Mensch. Bay wählt offensichtlich schöne Kulissen aus, damit auch sein Film von der Schönheit der Kulisse profitieren kann: Es sind Megan Fox und Shia LaBoef die zur Kulisse für die Effekte werden, die selbst den Status des Hauptdarstellers übernehmen.</p>
<p>Die Verfilmung von Gegenständen verkommt auf der Leiwand zum größten Unsinn, den es seit 1896, der Geburtsstunde der bewegten Bilder, eben dort, auf der Leinwand, jemals zu sehen gab.</p>
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		<title>Hangover – Preview zum Bundesstart am 23.07.2009</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 19:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hoppla, eine Auffälligkeit in den US-Kinocharts! Die Unkundigen jubeln derzeit aus nicht nachvollziehbaren Gründen dem selbsternannten &#8220;Kino&#8221;-&#8221;Highlight&#8221; des Jahres (Transformers 2) entgegen und bemerken erneut nicht, wie schon dessen Vorgänger (Transformers 1) weder ein Highlight, noch überhaupt irgendwas mit Kino zutun haben könnte. Nun liebe Leser, schätzen Sie sich glücklich &#8211; besseren Wissens. Und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hoppla, eine Auffälligkeit in den US-Kinocharts! Die Unkundigen jubeln derzeit aus nicht nachvollziehbaren Gründen dem selbsternannten &#8220;Kino&#8221;-&#8221;Highlight&#8221; des Jahres (Transformers 2) entgegen und bemerken erneut nicht, wie schon dessen Vorgänger (Transformers 1) weder ein Highlight, noch überhaupt irgendwas mit Kino zutun haben könnte. Nun liebe Leser, schätzen Sie sich glücklich &#8211; besseren Wissens. Und die Tatsache, dass Sie hier gerade Lesen und dies hoffentlich auch noch für die folgenden Zeilen dieses Themas beibehalten werden, spricht doch deutlich dafür, dass eben benanntes besseres Wissen alsbald auch in Ihrem Kopf Einzug gehalten hat und Sie fortan das wahre Kino-Highlight &#8211; nicht vielleicht des Jahres, wohl aber des Sommers &#8211; kennen: &#8220;Hangover&#8221;. Nie gehört? Natürlich nicht! Die Darsteller? &#8211; stehen dem in nix nach: sie sind ebenso allesamt eher unbekannt und nur 30 Mio US-$ Produktionskosten? Wie kann sowas denn ein Hit werden, fragt man sich sicherlich auch in Hollywood. Doch dann rast eben dieser Film, kaum der Rede Wert, direkt auf Platz 1 der Kinocharts in den USA und spielt direkt nach dem Startwochenende mit knappen 45 Mio US-$ schonmal locker seine Kosten wieder ein und dies, obwohl der Verleih sich für das eher unökonomische R-Rating (in den USA bedeutet dies &#8220;Frei ab 17 Jahren&#8221;) entschieden hat und damit eine Unmenge potentieller Zielgruppen ausgeschlossen hat!! Gut, was können die vielen US-Amerikaner schon über die Qualität eines Filmes aussagen, mag der geneigte Leser von <a href="http://www.filmdenken.com/filmdenken/filmdenken-3">FilmDenken</a> nun einwenden und er oder sie hat natürlich recht. Doch solch ein fulminanter Start eines Films, der drittbeste R-Rating-Start in den USA bislang, lässt dann doch irgendwie aufhorchen. Und es klingt gar nicht mal schlecht, es könnte tatsächlich solch ein ganz großes Ding werden, so ein Kultfilm vielleicht.</p>
<p>Bitte sehr:<br />
<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WtMzzhCt7vU&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/WtMzzhCt7vU&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>Doug will also heiraten. Wie es sich gehört, wird kurz davor mit den besten Freunden nochmal kräftig die Sau rausgelassen, bevor 48 Stunden später der schönste Tag für den Bräutigam und seine Braut Tracy ansteht. Mit dabei bei der großen Party in Las Vegas sind neben Doug seine Freunde Phil, Stu und Alan &#8211; Dougs zukünftiger Schwager. Das große Besäufnis kann beginnen&#8230;der Film klinkt sich hier jedoch aus. Der Tag danach beginnt: Das Hotelzimmer ist zerstört, alle haben einen Kater, ein großer Kater, ähm ein Tiger, sitzt im Bad und niemand weiß, was in der letzten Nacht eigentlich passiert ist. Und noch viel schlimmer: niemand weiß, wo der Bräutigam eigentlich ist. Es folgt die Aufbereitung einer Nacht mit allerlei Skurrilitäten&#8230;</p>
<p>Wer dementsprechend im Sommer ohnehin noch nichts Besseres vor hat, sein Geld lieber nicht für &#8220;Transformers 2&#8243; wegwerfen will, der sollte hier durchaus einen Blick riskieren, mir scheint der Buzz, den dieser Film erzeugt hat, durchaus angemessen zu sein und es darf Großartiges, vielleicht sogar Geniales, erwartet werden!</p>
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		<title>Lost. Auf der Suche nach der verloren gegangenen Zeit</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 21:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Februar 2004 wurde das Genre der Mysterie-Serie grundlegend revolutioniert. Die Serie &#8220;Lost&#8221; wurde am 22. Februar 2004 erstmalig auf dem produzierenden US-Fernsehsender abc ausgestrahlt. Die deutsche Fernsehpremiere folgte im Herbst des selben Jahres auf ProSieben. Inzwischen läuft die fünfte von insgesamt sechs Staffeln auch hierzulande, wenngleich zunächst &#8220;nur&#8221; im Pay-TV auf FOX. Es macht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Februar 2004 wurde das Genre der Mysterie-Serie grundlegend revolutioniert. Die Serie &#8220;Lost&#8221; wurde am 22. Februar 2004 erstmalig auf dem produzierenden US-Fernsehsender <em>abc</em> ausgestrahlt. Die deutsche Fernsehpremiere folgte im Herbst des selben Jahres auf ProSieben. Inzwischen läuft die fünfte von insgesamt sechs Staffeln auch hierzulande, wenngleich zunächst &#8220;nur&#8221; im Pay-TV auf <em>FOX</em>.</p>
<p>Es macht wenig Sinn, an dieser Stelle auch nur ansatzweise den Versuch zu unternehmen, die Serie hier vorzustellen oder Unkundigen auf irgendeine Art und Weise näher zu bringen. Wer &#8220;Lost&#8221; bislang nicht kennt, oder aber kennt, jedoch kein Interesse dafür aufbringen kann, der wird dies auch nicht auf Grund von ein paar Zeilen dieser Webseite ändern. Dennoch gibt es aber diesen Beitrag zu &#8220;Lost&#8221;. Einer von Vielen, will man meinen. Warum macht sich eine Webseite und der Autor dahinter aber die Mühe, kurz vor dem Finale der Staffel im Jahr 2010, einen weiteren Beitrag zu &#8220;Lost&#8221; zu schreiben? Es gibt doch tausende von Seiten in nahezu allen Sprachen, die sich mit dem Phänomen &#8220;Lost&#8221; befassen. RICHTIG, aber&#8230;</p>
<p>&#8230;schnell wird auch klar, dass sich all diese Seiten, Blog, Foren und was es sonst noch so an mitteilunsgbedürftigen Adressen gibt, eher Rätselraten betreiben, anstatt sich mit dem zu befassen, was man tatsächlich seit 2004, Staffel für Staffel zu sehen und zu hören bekommt. Tatsächlich ist es so, dass das Niveau amerikanischer Fernsehserien, ganz gleich ob &#8220;Lost&#8221;, &#8220;Medium&#8221;, &#8220;The Sopranos&#8221;, &#8220;24&#8243;, &#8220;Gilmore Girls&#8221;, &#8220;Dr. House&#8221;, &#8220;CSI Miami&#8221;, &#8220;Alias&#8221;, &#8220;Monk&#8221; und die vielen anderen Beiträge, eine Qualität erreicht hat, wie man sie schon lange, oder gar noch nie gesehen hat. Insbesondere &#8220;Lost&#8221; bietet dabei eine Vielzahl medienrelevanter und vor allen Dingen philosophischer Ansätze, die &#8211; bei genauerer Betrachtung, zeigen, wie präzise und wohldurchdacht die Macher der Serie dieses Juwel einer zeitgenössischen Fernsehserie konstruiert haben. Allein die Verweise, die sich dank der Namensgebung der Hauptdarsteller auftun &#8211; beispielsweise <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke">John Locke</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume">David Hume</a> &#8211; zeigt schon, dass ein philosphisches Weiterdenken von &#8220;Lost&#8221; keine fixe Idee einiger Geisteswissenschaftler ist, sondern von den Machern der Serie durchaus intendiert ist. Nicht umsonst wählt man Namen, wie die eben genannten für tragenden Rollen der Serie einfach aus.</p>
<p>Die nachfolgend verlinkte Arbeit verfolgt eben diese Spuren und kann dabei wesentlich greifbarer das Wesen der Serie erfassen, als dies die vielen, eher abgedrehten Theorien der einschlägigen Foren zu leisten vermögen. Beim Lesen ist jedoch Vorsicht geboten. Einiges, zum Wesen der Zeit benanntes, übersteigt zuweilen das Vorstellbare des menschliches Geistes. Gerade deshalb ist es aber auch so reizvoll, es dennoch versuchen zu denken.<br />
<a href="http://www.filmdenken.com/wp-content/uploads/2009/04/oliver_tege_lost.pdf">Hier gehts zur &#8220;Lost&#8221;-Untersuchung.</p>
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		<title>A Tale Of Cinema &#8211; Eine Kinogeschichte</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 06:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7.5.09 zeigt arte um 23.55 Uhr den Film &#8220;A Tale Of Cinema&#8221; des koreanischen Regisseurs Hong Sang-soo. Ein Film, der auf wunderbare Weise über sich selbst &#8211; über das Medium Film also &#8211; aber auch über die Wechselwirkung von Film und Wirklichkeit nachdenkt. Der Student Sangwon will sich selbst umbringen. Doch dann trifft er eine alte Freundin wieder. Sie will ihn jedoch nicht von seinem Vorhaben abbringen &#8211; ganz im Gegenteil &#8211; sie will ihn in den Tod begleiten. Dann kommt Tongsu, ein eher unglücklicher Regisseur aus dem Kino und trifft auf die Freundin Sangwons. Er glaubt in ihr, eine Schauspielerin erkannt zu haben und folgt der jungen Frau.</p>
<p>Einzelne Episoden machen das große Thema und all die Zusammenhänge des fragmentarisch Gezeigten erst nach und nach sichtbar. Zweifelfrei bleibt die Handlung jedoch zweideutig. Konzentriertes Ansehen wird jedoch belohnt mit einem kunstvollen, poetischen Film über Realität und Fiktion, Spiegelungen, Differenz und Wiederholung.</p>
<p>arte zeigt den Film im Originalton mit deutschen Untertiteln.</p>
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